TERROIR UND ÜBERZEUGUNGEN
Unsere Böden verstehen, um unsere Weine zum Ausdruck zu bringen
Um unser Terroir genau zu
verstehen, haben wir gemeinsam mit Olivier, unserem Agraringenieur, 150
Bodenbohrungen und vier Bodenprofile durchgeführt sowie eine präzise Kartierung
unserer Weinberge erstellt. So können wir unser Pflanzenmaterial, unsere Anbaumethoden
und unsere Vinifikation optimal an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
Unser Terroir zeichnet sich durch
eine außergewöhnliche Vielfalt aus: Bereits wenige Kilometer reichen aus, um
von lehmigen zu sandigen Böden zu gelangen. Diese Vielfalt verleiht unseren
Cuvées eine große aromatische Komplexität und einen unverwechselbaren
Charakter. Die Chardonnay-Weine zeichnen sich durch große Finesse und die von
den kalkhaltigen Böden geprägte Mineralität aus, während Feuersteingeröll dem
Pinot Noir Kraft und Weinigkeit verleiht.
Von den bekanntesten bis zu den seltensten Rebsorten
Wir arbeiten hauptsächlich mit Chardonnay und Pinot Noir, den emblematischen Rebsorten der Champagne. Darüber hinaus kultivieren wir Petit Meslier und Pinot Blanc. Diese selteneren Rebsorten verleihen unseren Weinen zusätzliche Originalität und Komplexität.


Begrünung, Öko-Beweidung, Solaranlagen …
Wir sind vom französischen
Landwirtschaftsministerium HVE-zertifiziert und erzeugen auf unserem Weingut
ausreichend Strom, um unseren eigenen Bedarf zu decken. Darüber hinaus stellen
wir unseren eigenen fermentierten Brennnesselaufguss her, setzen auf Begrünung
– unter anderem mit selbst angebautem Weizen – und praktizieren gemeinsam mit
unserem Schäfer und seinen Schafen eine jährliche Öko-Beweidung.
Wir erproben bewährte Methoden
des biologischen Weinbaus und achten dabei besonders auf unsere Auswirkungen
auf die Umwelt.
Massale Selektion: Widerstandsfähigkeit und Vielfalt
In Zusammenarbeit mit zwei
renommierten Rebschulen pflanzen wir ausschließlich nach dem Prinzip der
massalen Selektion. Dabei werden Hunderte genetisch unterschiedliche Rebstöcke
miteinander kombiniert.
Diese Vielfalt und dieser
genetische Reichtum sorgen für eine hohe Widerstandsfähigkeit und tragen dazu
bei, dass unsere Weinberge besser altern und sich an verändernde klimatische
Bedingungen anpassen können.

Weinlese in kleinen 16-kg-Kisten
Um die Qualität unserer Ernte
bestmöglich zu bewahren, wird ein Teil unserer Trauben in kleinen Kisten
gelesen, wodurch ein Zusammendrücken der Früchte vermieden wird. Die Trauben
gelangen unversehrt zur Presse und werden unmittelbar gekühlt.
Dank dieser Methode müssen unsere
Erntehelfer zudem keine traditionellen Lesekörbe mehr tragen. Unser
verantwortungsbewusstes Handeln gilt somit nicht nur der Umwelt, sondern auch
unseren Mitarbeitern und allen Beteiligten.
Edelstahl im Dienste der Präzision
Edelstahl ist für uns ein
Verbündeter für Reinheit und Präzision. Vollkommen neutral und ohne
aromatischen Einfluss ermöglicht er eine einwandfreie Hygiene und bewahrt die
natürliche Integrität der Frucht.
So bringt er den Charakter der
einzelnen Rebsorten unverfälscht zur Geltung und ermöglicht uns die Erzeugung
geradliniger, authentischer Weine von kristallklarer Präzision.


Holz im Weinkeller
Gemeinsam mit unserem Küfer wählen wir unsere Eichen und Akazien noch als stehende Bäume im Staatswald von Traconne aus, weniger als fünf Kilometer von unserem Weingut entfernt..
Die Holzstämme werden anschließend zu Fassdauben und schließlich von unserem Küfermeister – Meilleur Ouvrier de France 2007 – bei der Tonnellerie de Champagne zu Fässern verarbeitet. Form, Fassungsvermögen und Toasting werden exakt nach unseren Anforderungen festgelegt, bevor wir die fertigen Fässer selbst sensorisch prüfen.
Bereits bei der Entstehung
unserer Fässer kommen das gesamte Know-how und die Leidenschaft der Familie
Marcoult zum Ausdruck.
Unsere Hölzer werden sorgfältig
entsprechend der Beschaffenheit ihrer Böden und ihrer Qualität ausgewählt, um
eine perfekte Harmonie mit unseren Weinen zu schaffen.
So wird jedes Fass zu einer
Verlängerung des Terroirs und bringt Balance und Harmonie zum Ausdruck.
EINE ORIGINELLE VINIFIKATION
Ein sphärischer Blick auf die Vinifikation
Die 220-Liter-Wineglobes und
50-Liter-Dames-Jeannes sind Florences ganz persönliche Domäne. Dank der
Transparenz dieser Behälter kann sie die Vinifikation mit Auge und Nase
begleiten – ähnlich wie beim Kochen.
Glas als edles Material
ermöglicht eine präzise und natürliche Vinifikation und bewahrt den reinen,
frischen Ausdruck der Trauben. Die sphärische Form fördert kreisförmige
Bewegungen im Inneren und verleiht dem Wein Fülle und Rundheit.
Darüber hinaus ermöglichen diese
Wineglobes eine einwandfreie Hygiene ohne Reinigungsrückstände und werden in
der Gironde in Frankreich hergestellt.


Natürlicher mineralischer Schwefel
Mineralischer Schwefel stammt
nicht aus der Petrochemie, sondern ist natürlichen, mineralischen Ursprungs. Er
ist besonders rein und stabil und ermöglicht es, das organoleptische Profil des
Weines zu verbessern sowie die eingesetzten Mengen zu reduzieren, ohne den
Schutz des Weines zu beeinträchtigen.
Seit der Lese 2024 verzichten wir
auf chemische Sulfite und setzen stattdessen auf natürlichen mineralischen
Schwefel.
Indigene Hefen – die einzigartige Signatur unseres Terroirs
Wenn wir es für besonders geeignet halten, bevorzugen wir die Gärung mit indigenen Hefen, um den Charakter unseres Terroirs hervorzuheben, zusätzliche Komplexität zu schaffen und authentische Weine hervorzubringen. Die Essenz unseres Terroirs einzufangen und einzigartige, komplexe Weine zu schaffen – das ist unser Anspruch.

Ultraleichte Flaschen
Die ultraleichte Flasche: weniger
Glas, mehr Zukunft. Nachdem wir mehrere Jahre lang leichtere Flaschen mit einem
Gewicht von 835 g verwendet haben, gehen wir nun mit einer ultraleichten
800-g-Flasche einen Schritt weiter.
Eine konkrete Entscheidung für
die Umwelt und für die Zukunft unserer Champagner: 4 % weniger CO₂-Fußabdruck
bei der Produktion, geringere Emissionen beim Transport und jährlich 1.750 kg
eingespartes Glas bei 50.000 abgefüllten Flaschen.
Da die Flasche allein rund ein
Drittel des CO₂-Fußabdrucks der Branche ausmacht, wird sie damit zu einem
wichtigen Hebel für mehr Nachhaltigkeit.